| Der VRR ist, gemessen an den Fahrgastzahlen, der größte Verkehrsverbund Europas. Er umfasst ein Gebiet mit insgesamt ca. 7,2 Millionen Einwohnern und setzt zusammen mit seinen 27 kommunalen Verkehrsunternehmen und 4 Eisenbahnunternehmen pro Jahr über eine Milliarden Fahrten um. "Die Verkehrsunternehmen im VRR verfügen natürlich über entsprechende Sicherheitsvorkehrungen und Notfallpläne", so Andrea Kleifges, Projektkoordinatorin des VRR. "Trotzdem war uns wichtig, die Gefahrenschwerpunkte möglicher Großschadnesszenarien für den ÖPNV genauer zu analysieren. Auch deshalb, weil wir mit Ereignissen in der Größenordnung der Anschläge von London und Madrid - glücklicherweise - bislang keine Erfahrung haben." Der zweite Projektschwerpunkt befasste sich mit den Einsatzmöglichkeiten einer Notfallhotline für ein betroffenes Verkehrsunternehmen. Um auf das im Notfall schlagartig einsetzende Informationsbedürfnis (z. B. bei Geschädigten, Betroffenen, Fahrgästen, Anwohnern, Pressevertretern) schnell und adäquat reagieren zu können, wurden zusammen mit einem Call-Center-Dienstleister die nötigen Vorkehrungen getroffen, um eine Notfallhotline bei größeren Schadenslagen schnell in Betrieb nehmen zu können. Auch wenn die Effizienz der Notfallvorkehrungen nicht im Rahmen eines realen Unglückes unter Beweis gestellt werden musste, sind sich die Verantwortlichen des Projektes einig: Die gemeinsame Arbeit war sinnvoll und hat die Sicherheit bei den beteiligten Stellen deutlich erhöht. „Zudem konnten wir mehr Sensibilität für wichtige Notfallaspekte erreichen. Und das ist bei einem Thema, mit dem sich viele Menschen ohnehin schwer tun, besonders wichtig,“ resümiert Kleifges. Die gewonnenen Erkenntnisse des Projektes sollen jetzt in die langfristige Notfallplanung im Bereich ÖPNV in Nordrhein-Westfalen einfließen. |