| Der VRR ist der größte Verkehrsverbund in Deutschland, umfasst ein Verkehrsgebiet mit insgesamt ca. 7,2 Millionen Einwohnern und setzt zusammen mit seinen 30 kommunalen Verkehrsunternehmen und Eisenbahnverkehrsgesellschaften pro Jahr etwa 1,2 Milliarden Fahrten um. Die innot gmbh beteiligte sich in 2005 an einer vom VRR durchgeführten Ausschreibung zum Schwerpunkt „Optimierung von Notfallmanagement und Notfallkommunikation im ÖPNV“ und erhielt den Zuschlag zur Durchführung des Projektes.
In einem ersten Projektschwerpunkt werden, bezogen auf die Anforderungen von Großschadenslagen im Rahmen der Fußballweltmeisterschaft, die Notfallmanagement-Systeme einzelner Unternehmen analysiert. Wichtiges Instrument hierbei ist die qualitative Befragung von „Schlüsselfunktionsträgern“ mit Aufgaben im operativen und strategischen Notfallmanagement. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Verkehrsunternehmen werden Schnittstellen, Abläufe und Kommunikationswege überprüft, Veränderungen entwickelt und Umsetzungsschritte festgelegt.
Der zweite Projektschwerpunkt befasst sich mit den Einsatzmöglichkeiten einer Notfallhotline für ein betroffenes Verkehrsunternehmen. Um auf das im Notfall schlagartig einsetzende Informationsbedürfnis (z. B. bei Geschädigten, Betroffenen, Fahrgästen, Anwohnern, Pressevertretern) schnell und adäquat reagieren zu können, soll die in NRW bereits bestehende ÖPNV-Servicehotline „Die Schlaue Nummer“ genutzt werden. Die Vorbereitung zur Nutzung dieser Hotline im Großschadensfall wird in Kooperation mit den jeweiligen Verkehrsunternehmen, dem Call-Center-Dienstleister und dem VRR realisiert. Zur Klärung wichtiger Schnittstellen werden ebenso relevante Behörden und Einsatzorganisationen einbezogen
Das gesamte Projekt wird durch den VRR koordiniert und begleitet. Die Finanzierung erfolgt durch Mittel des Landes Nordrhein-Westfalen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in die langfristige Notfallplanung im Bereich des ÖPNV in Nordrhein-Westfalen einfließen.
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